Kultobjekt Team Who made my clothes? Retail Fashion

Kaufe weniger, aber suche bedacht aus. -Vivienne Westwood

Made in… schonmal nachgeschaut? Ich auch nicht. Aber heute mache ich das, denn heute ist Fashion Revolution Day.

Als Mitarbeiterin bei K.U.L.T.OBJEKT muss ich mich auch diesem Thema stellen. Denn Werte wie Nachhaltigkeit, Fairness und Gleichberechtigung machen unser Unternehmen aus. Viele unserer Kunden sind Modefirmen. Doch Dumping und Ausbeutung lehnt K.U.L.T.OBJEKT ab. Wir beziehen Stellung! Auch zur Mode, einem Thema so bunt wie ein Sommergarten. Doch nicht nur eitel Sonnenschein leuchtet über der Pracht. Ein dunkler Schatten liegt unter der Oberfläche. Die Modewelt treibt immer weniger individuelle Blüten. Invasive Arten haben die Kleinen, die Wertvollen und die Besonderen verdrängt. Monokulturen in immer rascherer Abfolge.

Looping in der Turbo-Achterbahn

Die Modeindustrie hat den Turbo eingelegt.

Das ist Fast Fashion. Keine Zeit. Mehr haben, möglichst billiger aber nicht länger tragen als eine Saison. Das entspricht dem Zeitgeist. In einer Welt, in der wir bis zum Mars fliegen können und in der 8 Männer mehr besitzen, als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ist das die Antwort aus der Modeindustrie – die logische Konsequenz.

Hemdsärmel Uhr Krawatte

Faire Kleidung kann nicht billig sein.

ArbeiterInnen weltweit produzieren unsere Trends unter unzulänglichen Bedingungen oft für einen Hungerlohn.

Doch der 24.April 2013 hat unsere Sicht auf die Modewelt verändert. Mit dem Einsturz des Rand Plaza in Bangladesh mit mehr als 1100 Toten rückten die wahren Macher der Mode in den Focus – wenn auch nur für den Moment. Seit diesem Tag findet einmal jährlich der Fashion Revolution Day statt.

Nähgarnrollen in verschiedenen Farben

Wer sind die Macher hinter den Brands?

K.U.L.T.OBJEKT macht mit! Wir unterstützen Transparenz in der Modeproduktion, faire Arbeitsbedingungen zu Lebenswerten Löhnen. Wir wollen Ressourcen schonen und ökologisch verantwortungsvollen Umgang mit den uns umgebenden Gütern pflegen.

Wir sind auch der Meinung: Jeder kann etwas tun! Weil kleine Dinge in Summe viel bewegen können. Kaufen sie nicht zu billig und möglichst regional von Firmen, die nachweisbar ethisch produzieren. Die abgelegte, noch tragbare Kleidung nicht einfach wegwerfen sondern weitergeben.

Achten sie auf das Made in … Schild in den Textilien.

Bunte Kleidung auf Kleiderbügeln

Fashion – Bunt wie ein Sommergarten.

Fakten zu FR¹:

„Fashion Revolution wurde von einer internationalen Gruppe bestehend aus UnternehmerInnen, AktivistInnen, PressevertreterInnen und AkademikerInnen sowohl aus dem Modebusiness als auch darüber hinaus, ins Leben gerufen, welche die Tragödie des Rana Plaza in Bangladesch als Anstoß verstanden, endlich etwas gegen die Missstände entlang der Lieferproduktionsketten in der Textilindustrie zu unternehmen.

Mit lokalen Gruppen in UK, US und Australien und in über 60 Ländern hat der Fashion Revolution Day weltweit Anerkennung. Der 24. April ist Fashion Revolution Day – ein jährlicher Gedenktag, der den Menschen überall den wahren Preis unserer Mode ins Bewusstsein rücken soll. Fashion Revolution ruft dazu auf, Fragen zu stellen, Arbeits-Standards zu überdenken und zu erhöhen, eine Veränderung mit kleinen Schritten zu beginnen und zu zeigen, dass ein Wandel möglich ist…„

( ¹https://www.facebook.com/pg/fashionrevolutiongermany.org/about/?ref=page_internal, Stand: 21.04.2017)

0 63