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Der Markt dreht sich stärker als jemals erwartet. Online-Shopping und Digitalisierung greifen viel tiefer in das Kaufverhalten/Konsumentenverständnis ein, als es sich auch der noch so fortschrittlich denkende Einzelhandel hatte vorstellen können. Nicht nur, dass stationär weniger gekauft wird – der Kunde legt komplett neue Konsummuster an den Tag, die nicht länger ignoriert werden können.

Der Verkäufer- verwandelt sich in einen Käufermarkt. Die Kunden bestimmen, was sie am PoS vorfinden wollen, und sie erwarten, dass ihnen Unterhaltung, Anregung, Wissen und ein hoher Freizeitwert geboten wird, sprich, eine emotionale Themenwelt rund um die Ware. Neugier, Lust und der Glaube daran, ihre hohen Erwartungen könnten erfüllt werden, lassen sie vom Online-Shopping in den Life-Modus wechseln.

Da greift eine nette kleine Produktinszenierung hier und dort im Markt zu kurz, um den Kunden vom Sofa zu holen. Wer stationär eine Perspektive will, braucht strategische Entscheidungen. Entscheidungen, den Wandel federführend zu gestalten. Mit allen Konsequenzen und evtl. tiefgreifenden grundsätzlichen Eingriffen. Anstatt ihm halbherzig hinterherzuhinken.

Auch wir Ladenplaner sind in diesen komplexen Zeiten gefordert, aus unserer Komfortzone herauszutreten. Wir sind aufgefordert, dem Handel nicht nur „schöne“ Läden, Märkte und Center zu entwerfen und zu bauen, sondern die zukunftsfähigen Ansätze vorzudenken. Wir sind es, die dem stationären Einzelhandel reelle Tools an die Hand geben müssen, die ihm dabei helfen, sich in digital geprägten Welten neu zu erfinden, und Kunden Gründe liefern, sich ins stationäre Geschäft aufzumachen.

Eine dieser Lösungen sei hier vorgestellt:

Viele großflächige Filialen und Märkte stellen ja längst fest, dass sie inzwischen weniger stationäre Fläche benötigen als früher, da sich große Teile ins Online-Geschäft verlagert haben. Auf der freigewordenen Fläche von 100 bis 200 qm, positioniert im zentralen Mittelbereich eines Gartenmarktes wird ein neues Areal namens Creativum eingebaut.

Die Creativum-Zone ist Herz, Entertainment-Center, Eventfläche, Café und Attraktion des Markts, eine Fläche, auf der immer etwas los ist. Kunden sind bei jedem Besuch neugierig darauf. Und so wird sie auch behandelt, diese Zone, mit Vorrang und Liebe.

Drei Themen umfasst die neue Fläche: Da ist zunächst ein Lounge-Bereich, ganz unabhängig vom angestammten Café. Er ist modern und jung eingerichtet, Kaffee und Getränke und Kuchen stehen zur Selbstbedienung bereit. Die Begrenzung des Areals bilden einzelne freistehende Wandelemente mit eingebauten großen Bildschirmen, auf denen verschiedene Video-Bands für musikalische Untermalung sorgt. Auch Hinweise auf bevorstehende Events werden hier bekanntgegeben – sei dies der Esoterik-Vortrag, der TaiChi-Kurs, ein Workshop über die Kräuterküche, Blumenbinden fürs Osterfest u.ä..

Im angrenzenden Bereich finden Kunden eine kleine Bibliothek mit begleitender Fachliteratur und Unterhaltsamem zum Blättern, Schmökern und Einstimmen – und natürlich sind die Bücher auch käuflich. Außerdem werden hier besondere Stücke des Sortiments aufmerksamkeitsstark inszeniert und selbstverständlich auch zum Kauf angeboten. Diese Profilfläche bietet sich an, um neue Produkte und ihre Akzeptanz zu testen oder auch, um ausgewählten Artikeln, die sonst in der Menge Ihrer Sortimente und Abteilungen leicht „untergehen“, eine besondere Bühne zu geben. Denn der Kunde befindet sich hier, an diesem Ort mit hoher Wohlfühl- und Aufenthaltsqualität, in einer ganz anderen als der gewohnten Einkaufssituation. Die ungezwungene Atmosphäre lässt ihn die Dinge entspannter, positiver und interessierter wahrnehmen.

Im dritten Segment der Sonderfläche, hier Flowerchild genannt, stehen Arbeitstische bereit, ausgestattet mit Werkzeug und Floristikzubehör und Behältern mit frischen Schnittblumen. Jede der höhenverstellbaren Arbeitsflächen, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind, verfügt über einen großes interaktives Display. An diesen Arbeits- und Interaktionsflächen können sich Kunden nach Lust und Laune im Blumenbinden üben. Anlassbezogen oder auch je nach favorisierten Blütenfarben und Stilrichtungen wählt die Kundin und der Kunde im digitalen Menü des Touchscreens Strauß oder Gesteck. Sodann erhalten sie über den Monitor ihre individuelle Schritt-für-Schritt-Videoanleitung vom Profi zum Mitmachen und Nachbinden. Die intelligente Software der Programme orientiert die Inhalte am aktuell verfügbaren Blumensortiment. Selbstverständlich können Kunden ihr eigenes Werk hinterher an der Kasse bezahlen. Zuvor können sie den selbstgebundenen Strauß am Insta-Terminal fotografieren und posten. Wer die Erlaubnis gibt, das Foto auf dem markteigenen Instagram-Account zu veröffentlichen, erhält einen Rabatt oder Gutschein. Nach dem kreativen Austoben gibt‘s noch einen Kaffee, man notiert sich den Termin des bevorstehenden Kräuter-Chutney- Workshops und schlendert entspannt weiter durch die restlichen Abteilungen des Centers.

Dieser Markt fügt mit Wissens- und Spaß-Plattformen, mit Unterhaltungselementen und personalisierten Service-Angeboten dem stationären Geschäft eine neue Dimension zu. Digitale Tools werden mit den stationären spielerisch und erlebnisreich kombiniert, so dass der Kunde  Nutzen und Mehrwert daraus zieht, wie sie digital nicht erhältlich sind.

Das Aufgabengebiet hat sich für jeden Gartencenter-Betreiber und Einzelhändler enorm erweitert.

Den Online-Kanal weiterhin zu ignorieren, führt zu nichts, das hat sich inzwischen herumgesprochen. Sich jedoch zusätzlich zu Stammgeschäft und Warenmanagement in die verschiedenen digitalen Themen von Webshop über Social Media bis KI einzuarbeiten – die ja alle sehr viel Know-how erfordern, um kompetent kluge Entscheidungen fürs Unternehmen zu treffen, gleichzeitig „nebenbei“ womöglich auch noch frische Ideen zur Kundenakquise und -bindung zu ersinnen und in die Tat umzusetzen, überfordert viele mittelständischen Handelsunternehmer.

Wir bei K.U.L.T.OBJEKT haben uns der Herausforderung gestellt und uns vom Einrichtungs-Konzept-Planer hin zum Planer neuer Betriebsformaten entwickelt. Um den Handel bei seinen Zukunftsthemen aktiv zu unterstützen. Indem wir verschiedene strategische Allianzen mit Software- und Content-Lieferanten, Technik- und Technologie-Spezialisten geschlossen haben, ist es uns möglich, fertige Module für den Point-of-Sale vorzudenken, zu planen und abrufbar zu machen. Darunter unser Creativum, das wir zuvor vorgestellt haben. Andere solcher Themenmodule sind etwa Marketplace-Szenarien für Shopping-Center oder auch unser „Digital Pop-up“ oder „Bridge-Store“ und „Hub-Store“-Konzepte. Diese und weitere Module, die das „Shopping“ durch Entertainment- und digitale Elemente, Customizing, Gastro- und viele andere Aspekte neu definieren, fassen wir unter dem Dachbegriff „Retail Theatre“ zusammen. Ruft ein Einzelhändler – egal ob Gartencenter, Mode- oder Möbelhändler – so ein Modul ab, werden digitaler Content und der Look des Moduls auf seine spezifischen Belange abgestimmt, so dass er fertige, aber individuelle Rundum-Lösungen für seinen Markt der Zukunft bekommt.

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